Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft

Kressengartenstraße 2, 90402 Nürnberg, Telefon: +49 (0)911 241 562 | Fax: +49 (0) 911 241 563, E-Mail , Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 14:00 – 18:00 Uhr, Samstag und Sonntag: 13:00 – 18:00 Uhr
Aktuelle Ausstellungen: Veit Laurent Kurz – Metaphors and Mutations / Hélène Fauquet – Interiors, 27. Juni – 20. Oktober 2019 / Wegen Veranstaltungen am 9./10. Oktober 2019 geschlossen
Pavillon 27 (Klasse Michael Stevenson, AdBK Nürnberg)
stone maps, 2015

Steine, Aufkleber, Größen variabel, Serie von 8 Unikaten
260 EUR

Im Mittelpunkt der jüngsten Projekte von Pavillon 27 stehen die Untersuchungen von ambivalenten Stadträumen, die auf Detailstudien zur Umgebung sowie auf längerfristig angelegten Recherchen basieren. Zentral für den Ansatz der Klasse von Michael Stevenson ist die Balance zwischen kollektiven Produktionsprozessen und individuellen künstlerischen Positionen. Während des Projekts Figuren der Verknüpfung im Herbst 2014 sowie in der Performancereihe On Dynamics and Monuments diesen Frühling haben sich die Studierenden intensiv mit der Geschichte und Gegenwart des historischen Milchhofs beschäftigt, in dessen ehemaligem Verwaltungsgebäude der Kunstverein Nürnberg sich heute befindet. Um 1930 als bayerische Milchversorgung angelegt, fungierte die Anlage als industrielle „Insel“ in der Stadt. Nach langjährigem Leerstand und großflächigem Abriss hat sich der Ort heute zu einem modellhaften Business Park und Sitz unterschiedlichster Firmen entwickelt.

Im Rahmen ihrer Projekte im Kunstverein hat Pavillon 27 den halböffentlichen Charakter des Areals untersucht. Das Gelände, das vornehmlich auf das Auto ausgerichtet ist, wurde erst von den Studierenden und später im Rahmen der Performance von den Besucher/innen zu Fuß erkundet. Der Spaziergang schärfte dabei die Wahrnehmung für den Firmencampus, der im städtischen Erleben Nürnbergs meist unbeachtet bleibt. Als Jahresgaben hat uns Pavillon 27 eine Edition der mit Firmenlogos versehenen Steine zur Verfügung gestellt, die während des Rundgangs zur Orientierung dienten. Als Fundstücke vom Gelände verweisen die Objekte auf einen Bezirk, der von Glasfassaden, Steinrabatten und asphaltierten Zufahrtsstraßen dominiert wird und neben architektonischer Selbstdarstellung und anonymer Funktionalität dennoch die Anziehungskraft eines urbanen Nicht-Orts besitzt.

Beteiligte: Teresa Busse, Katharina Cameron, Ann-Christin Czubayko, Hannah Gebauer, Heyon Han, Rebecca Henkenhaf, Alice Ifergan-Rey, Ridia Kang, Leon Leube, Sungduk Park, Arthur Perschke-Kleinhempel, Franziska Muckenthaler, Kirsten Nägel, Mizu Sugai, Guoxin Tian, Antonio Seifert, Tomasz Skibick

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