Ruine München: RM Jochenstein (Nürnberg Transfer)
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Performance: Screening, Text und Musik
Ruine München: RM Jochenstein (Nürnberg Transfer)
30.11.2025, 15:00
Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft
Im Rahmen der Performancereihe Reveries stellt Ruine München die gemeinsam mit dem Companion Daphnia Magna, den Künstlerinnen Anna Lena Keller und Simone Körner, der Musikerin Nanako Tamai entwickelte Arbeit RM Jochenstein (Nürnberg Transfer) vor. Die Künstler_innen ziehen historische und imaginäre Verbindungen zwischen der Donau – der entlang Passau verlaufenden nassen Grenze zwischen Deutschland und Österreich – und dem in der Nachbarschaft des Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft gelegenen Wöhrder See. Der Donaufelsen Jochenstein und das nach ihm benannte Kraftwerk treten mit dem in den 1980er Jahren angelegten Wöhrder See in einem Dialog, der die Flussauen der Pegnitz verbindet und die Bombenkrater des Zweiten Weltkriegs verbirgt. Treffpunkt ist am 30. November der Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft. Bitte warme Kleidung mitbringen. Kostenlos und ohne Voranmeldung.
RM Jochenstein (Nürnberg Transfer) bildet den Auftakt der dreiteiligen Performancereihe Reveries, in der die Künstler_innen S*an D. Henry-Smith, Mira Mann und Ruine München, öffentliche Orte in Nürnberg künstlerisch markieren. Reveries reagiert auf eine Gegenwart, in der geopolitische Spannungen, ökologische Krisen, soziale Polarisierung und Protest mitunter auf persönliche Überforderung, Rückzug und Eskapismus treffen. Der titelgebende Tagtraum wird dabei zum Werkzeug kritischer Reflexion und Ausgangspunkt kollektiv erfahrbarer Imaginationen.
Ruine München ist ein seit 2014 existierendes Künstler_innenkollektiv um Jan Erbelding, Maria VMier und Leo Heinik, das transdisziplinär an der Schnittstelle von Text, Performance und Installation arbeitet. In Kooperation mit wechselnden menschlichen und mehr-als-menschlichen Kooperationspartner_innen, den so genannten Companions, erkunden die Künstler_innen lokale Geschichte, Architektur, Infrastrukturen und soziale Gefüge.
Dabei entstehen wuchernde Porträts der sichtbaren und unsichtbaren, der gewachsenen und konstruierten Beziehungen eines Ortes.
Kuratorin: Nele Kaczmarek
Assistenzkuratorin: Leonie Schmiese