© Georg Hendricks, 2026
Klasse Prof. Maria Loboda
„man muss sich beeilen […] alles verschwindet […]“
08.07.2026 – 12.07.2026
Eröffnung: 07.07.2026, 19:00, Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft
Eröffnung: 08.07.2026, 19:00, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
Der Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft freut sich, mit „man muss sich beeilen […] alles verschwindet […]“ parallel zur Jahresausstellung der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg eine Intervention der Klasse Prof. Maria Loboda im Foyer des Milchhofs zu präsentieren. Das Projekt ist das Ergebnis eines längerfristigen Austauschs mit der Klasse und nimmt zeitgleich an zwei Orten Gestalt an: im Kunstverein Nürnberg sowie auf dem Campus der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
Eine kollaborativ entwickelte Architektur aus transluzenten Polycarbonatplatten bildet im Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft eine haltgebende Umgebung für die Arbeiten der Studierenden. Die Klammer aus dem Ausstellungstitel ist einerseits ein sprachliches Werkzeug, um zwei Orte miteinander zu verbinden, und wird andererseits zu einer konkreten, formgebenden Infrastruktur: Sie ist die exakte räumliche Übersetzung des Grundrisses eines Raumes im Pavillon 23 der Akademie der Bildenden Künste. Während dieser dort als nicht einsehbarer Lagerbereich genutzt wird, wird er im Kunstverein umgekehrt als Grundriss wirksam, innerhalb dessen die einzelnen Arbeiten gefasst und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die verbauten Screens organisieren und verschieben Sichtbarkeit; sie filtern Wahrnehmung, erzeugen Nähe, Distanz und Begehren und machen die Bedingungen der Kunstproduktion und -präsentation selbst zum Gegenstand.
Die Architektur fungiert dabei zugleich als Hülle, Display, Passage und Speicher. In diesem Zusammenhang werden Storage, Depot oder Museumsshop als Referenzräume aufgerufen und lenken den Blick auf jene Bereiche, in denen Kunst gewöhnlich gelagert, verwaltet, distribuiert oder konsumiert wird.
Zwischen den beiden Ausstellungsorten entstehen Bewegungen und Übergänge: von der Klasse zur Institution, vom geschützten Arbeitsraum in die Öffentlichkeit, von Storage zu Display. „man muss sich beeilen […] alles verschwindet […]“ eröffnet einen gemeinsamen Raum, in dem sich individuelle Arbeiten, kollektive Strukturen und institutionelle Rahmenbedingungen gegenseitig durchdringen. Das Flüchtige, Randständige und Unscheinbare erfährt dabei besondere Aufmerksamkeit.
Künstler_innen: Michelle Berndt, Johannes Frericks, Leander Gerhaher, Cosima Gröne, Jan Georg Hendricks, Kirsi Jahn, Maximilian Körner, Rudolf Kriss, Sven K., Nura Maar und Haoru Ye.